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Dokumentation OBS-Veranstaltungen

Den Sozialstaat neu denken

Autor/en:

Stephan Lessenich, Andrea Nahles, Jürgen Peters, Barbara Stolterfoht u.a.

Veröffentlichungsdatum:

15.03.2005

Wie ist die Umklammerung von Fundamentalkritikern und Pragmatikern zu lösen? Was soll der Sozialstaat leisten, was nicht? Passt das vorgeschlagene Leitbild mit den konkreten Vorhaben zusammen?

Herausgegeben von der Otto Brenner Stiftung
160 Seiten
ISBN 3-89965-114-6

Das sind Fragen, die diesen Band der Otto Brenner Stiftung der IG Metall zu ihrer Jahrestagung 2004 zu einem sozialpolitischen Schlüsseltext machen.

Wenn Kritiker des Sozialstaats diesen in Grund und Boden stampfen, weiß jeder: Ohne Sozialpolitik geht es nicht. Und wenn seine Verteidiger ihn mit Zehen und Klauen verteidigen, weiß auch jeder, dass es so nicht weitergehen kann. Von den Gewerkschaften wird ein Positionswechsel erwartet. Die Otto Brenner Stiftung der IG Metall hat den Sozialstaat auf seine Stärken und Schwächen hin untersuchen lassen.

Dabei sind die beiden Sozialwissenschaftler Stephan Lessenich und Matthias Möhring-Hesse zu dem Ergebnis gelangt: "Der deutsche Sozialstaat ist ungerecht, zu teuer und leistet nicht, was man von ihm erwartet." Sie schlagen vor, die Einrichtung der Arbeitnehmer in die aller Bürger zu verwandeln. Das würde die finanzielle Basis erweitern und den Forderungen nach individualisierten Leistungen Rechnung tragen. Allerdings hat sich die Otto Brenner Stiftung nicht nur mit einer weiteren Studie schlau gemacht, sondern diese auch zur Diskussion gestellt.