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Produktions- und FuE-Verlagerungen ins Ausland - Verbreitung, Motive und strategische Implikationen für die Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit

Autor/en:

Dr. Steffen Kinkel, Spomenka Maloca, Angela Jäger

Veröffentlichungsdatum:

09.04.2008

Der Produktionsstandort Deutschland hat in letzter Zeit wieder an Attraktivität gewonnen. Produktionsverlagerungen ins Ausland haben jüngst merklich an Bedeutung verloren.

Betrug der Anteil der Betriebe aus den Kernbranchen des Verarbeitenden Gewerbes, die Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagert haben, im Zweijahreszeitraum 2002 bis 2003 noch 25 Prozent, so sank er im aktuellen Betrachtungszeitraum von Mitte 2004 bis Mitte 2006 auf etwa 18 Prozent. Der aktuelle Anteil der bei Produktionsverlagerungen aktiven Betriebe im gesamten deutschen Verarbeitenden Gewerbe beläuft sich auf nunmehr 15 Prozent.

Deutsche Betriebe schätzen demnach die Vorteile des Produktionsstandorts Deutschland im Vergleich zu ausländischen Standorten wieder häufiger als überlegen ein. Diese Erkenntnis sollte gegenüber der Öffentlichkeit und den Unternehmen aktiv kommuniziert werden. Aus vergangenen Beobachtungen weiß man, dass viele Betriebe gerne aktuellen Managementmoden folgen und so einen sich selbst verstärkenden Herdentrieb entwickeln. Daher ist es so wichtig, die zurück gegangene Verlagerungsneigung der deutschen Industrie durch geeignete Argumentation und Einflussnahme im Bewusstsein der Unternehmen und der Politik zu verankern.