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zu Otto Brenner

Otto Brenner: Biografie, Reden, Briefe

Autor/en:

Jens Becker, Harald Jentsch, Peter Wald

Veröffentlichungsdatum:

08.11.2007

Am 8. November 2007 wäre Otto Brenner, der frühere langjährige Vorsitzende der IG Metall, 100 Jahre alt geworden. An diesem Tag wurde beim 21. Ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall in Leipzig das dreibändige Werk zu Otto Brenner vorgestellt.

 

Es sind leider alle Bände vergriffen.

 

Band 1: Otto Brenner. Eine Biografie

Herausgegeben von Jens Becker und Harald Jentsch

Das Leben und Wirken Otto Brenners (1907–1972) veranschaulicht, dass die IG Metall in den Krisen- wie den Wohlstandsphasen der westdeutschen Nachkriegszeit enorme Erfolge für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erzielen konnte. Unter Brenners Ägide wurde die IG Metall zu einem wichtigen gesellschaftspolitischen Akteur und somit zum Machtfaktor.

Erstmals analysiert eine umfassende politische Biografie den Lebensweg des »Eisernen Otto«. Jens Becker und Harald Jentsch legen dar, wie es Brenner und der IG Metall unter teilweise heftigen Anfeindungen aus Politik und Wirtschaft gelang, Tarif- und Organisationsgeschichte zu schreiben.

Deutlich wird dies etwa anhand von Brenners Interventionen zur Wirtschaftsdemokratie und zu den »Notstandsgesetzen«, denen die IG Metall einige »Giftzähne« (Hans Matthöfer) ziehen konnte. Nicht zuletzt durch Brenners Konflikt- und Kooperationsstrategie nimmt die IG Metall in der bundesdeutschen Gewerkschaftsbewegung bis heute eine Schlüsselstellung ein.

Jens Becker, geboren 1964, Studium der Politikwissenschaft in Frankfurt/M. und Gießen, promovierte mit einer politischen Biografie über den KPD-Vorsitzenden Heinrich Brandler. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M.

Jüngste Veröffentlichungen: Lernende Metropolen (mit Angela Joost und Barbara Hyna) und Serbien nach den Kriegen (mit Achim Engelberg).

Harald Jentsch, geboren 1959, studierte Politikwissenschaft in Leipzig und schloss dort mit einer Arbeit über die politische Theorie August Thalheimers ab. Er promovierte an der TU Darmstadt über Die KPD und der »Deutsche Oktober« 1923. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Arbeiterbewegungsgeschichte (auch zusammen mit Jens Becker).

»Otto Brenners Name ist mit allen wichtigen politischen und sozialen Kämpfen der Nachkriegszeit verbunden. Ob es um den Anteil der Arbeitnehmer am Sozialprodukt, die Macht der Großkonzerne, um Mitbestimmung oder Erhaltung der Tarifautonomie, um den Kampf gegen Neonazismus oder andere Formen der Diktatur, gegen Remilitarisierung, Atombewaffnung und Notstandsgesetze, ob es um Arbeitszeitverkürzung, Urlaubsverlängerung, Gewerkschaftsrechte in den Betrieben oder um die Qualität des menschlichen Lebens in der Zukunft ging: Otto Brenner warf sein unzweideutiges Wort und die Macht seiner Organisation in die Waagschale. Häufig hat sie unter seiner Führung die Breschen in die Front der Gegner geschlagen und die soziale Landschaft der Bundesrepublik gestaltet.« Werner Thönnessen

1. Auflage 2007
Copyright © Otto Brenner Stiftung, Frankfurt am Main / Steidl Verlag, Göttingen 2007
Alle Rechte vorbehalten
Umschlaggestaltung, Satz, Druck, Bindung:
Steidl, Düstere Str. 4, 37073 Göttingen
www.steidl.de
Printed in Germany
ISBN 978-3-86521

Band 2: Otto Brenner: Ausgewählte Reden 1946–1971

Herausgegeben von Jens Becker und Harald Jentsch

Otto Brenner (1907–1972) war als Erster Vorsitzender der IG Metall von Mitte der 1950er bis in die 1970er Jahre hinein einer der wichtigsten Gewerkschaftsführer der westdeutschen Nachkriegsgeschichte. Mit diesem Dokumentenband wird eine Auswahl seiner Reden vorgelegt, von denen die Mehrzahl erstmals veröffentlicht wird. Brenner half mit, Tarifgeschichte zu schreiben, und war ein dezidierter Mahner wider den braunen Ungeist.

Wer darüber hinaus seine Darlegungen über Atombewaffnung, »Bildungsnotstand«, Internationalisierung, Konzertierte Aktion, Mitbestimmung, Rationalisierung, Sozialstaat, Wirtschafts- und Sozialpolitik, Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand und vieles andere mehr liest, wird daran erinnert, dass einige der Probleme von damals auch oder wieder die Probleme von heute sind. Der Dokumentenband dient zur Vertiefung der von den Herausgebern verfassten Brenner-Biografie und leistet gleichwohl einen eigenen Beitrag zur Reaktualisierung von Otto Brenners Denken.

»Wer Reden oder auch nur Passagen aus den Reden Otto Brenners liest, der bekommt einen Eindruck davon, mit welcher Energie, welchem analytischen Verstand, welcher Gewissheit über den politischen Auftrag der Gewerkschaften und welchem (politischen) Selbstbewusstsein Brenner seine gewerkschaftlichen Anliegen verfolgte. Sein Ziel war die demokratische Neuordnung der deutschen Gesellschaft – und zwar der ganzen Gesellschaft in all ihren Sphären.« Jürgen Peters

1. Auflage 2007
Copyright © Otto Brenner Stiftung, Frankfurt am Main / Steidl Verlag, Göttingen 2007
Alle Rechte vorbehalten
Umschlaggestaltung, Satz, Druck, Bindung:
Steidl, Düstere Str. 4, 37073 Göttingen
www.steidl.de
Printed in Germany
ISBN 978-3-86521

Band 3: Otto Brenner: Briefe 1933–1955

Herausgegeben und kommentiert von Peter Wald

Von Otto Brenner gibt es keine Autobiografie. So ist vor allem über den ersten Teil seines Lebens, der ihn als Arbeiter, Gewerkschafter und angehenden Politiker zur Zeit der Weimarer Republik und der Nazi-Gewaltherrschaft sah, wenig bekannt. Aus diesem Lebensabschnitt hat er jedoch eine große Anzahl von Briefen hinterlassen.

In den von Peter Wald zusammengestellten und kommentierten Briefpassagen spiegelt sich Brenners Lebensweg von 1933 bis Mitte der fünfziger Jahre. Sie veranschaulichen auf sehr persönliche Weise die schwierigen Lebensumstände in der Zeit des Dritten Reichs und die Leiden der Bevölkerung im Bombenkrieg. Brenners Briefe sind zudem ein wichtiges Zeugnis vom Neubeginn in Westdeutschland nach der Befreiung 1945.

Peter Wald, geboren 1929 in Hannover, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre als Korrespondent im Nahen Osten und auf dem Balkan tätig und bis 1993 Leiter der Nah- und Mittelost-Redaktion bei der Deutschen Welle in Köln. Seine Veröffentlichungen umfassen mehrere Reisebücher sowie den Band »Nachrichten von Vater und Mutter. Eine Jugend im Zwiespalt«.

»Was ist das aber auch für ein Leben. Immer nur Hast und Unruhe. Die schönste Zeit verbringt man auf der Bahn und auf sonstigen Wegen. Und ich bin doch so sehr für ein ruhiges Leben. – D.h. natürlich nur bedingt; denn ich möchte andererseits auch etwas schaffen.«

Als Otto Brenner dies 1944 an seine Familie schrieb, konnte er nicht absehen, dass ihm ein ruhiges Leben bis an sein Lebensende nicht mehr vergönnt sein sollte. Dieser Band zeichnet den wendungsreichen Lebensweg des Arbeiterführers im Spiegel seiner Briefe nach.

1. Auflage 2007
Copyright © Otto Brenner Stiftung, Frankfurt am Main / Steidl Verlag, Göttingen 2007
Alle Rechte vorbehalten
Umschlaggestaltung, Satz, Druck, Bindung:
Steidl, Düstere Str. 4, 37073 Göttingen
www.steidl.de
Printed in Germany
ISBN 978-3-86521